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Am 3. März 2020 trafen sich wieder 48 Ratefüchse zum 13. Quizabend in der Stadtbücherei Frankenthal, um an dem erfolgreichen Quizduell teilzunehmen. Nachdem die Anmelderegularien leicht geändert wurden, nahmen an diesem Ratespaß zahlreiche neue Rätselbegeisterte teil. 9 Teams, die mit 2 bis 7 Personen besetzt waren, kämpften um den wieder reichlich mit Leckereien gefüllten Siegerpokal. Aus den Themengebiete Literatur, Nachhaltigkeit, Deutschland und mehr…, Wald, Oscarverleihung, gesuchte Persönlichkeit und Wer weiß denn sowas…? hat das bewährte Team der Stadtbücherei um Gabriele Kölling und Corinna Bub wieder zahlreiche Fragen zusammengestellt. Für die Füchse galt es nun, die richtigen Antworten zu finden.
Unter der Quizleitung des legendären Jürgen Hellman vom Theater Alte Werkstatt kam bereits zu Beginn eine tolle Stimmung auf. Trotz des Wettkampfs untereinander, wurde das Quizduell schnell zu einem Familienabend. In der Pause lagen die Teams noch eng beieinander, sodass ein spannender Endspurt erwartet wurde. Sieger dieses Quizduells war die Gruppe Make Quiz great again mit 55 Punkten, gefolgt vom Team Frankenthaler ??? mit 53 Punkten und den Drittplatzierten Haute Quizine mit 51 Punkten. Neben dem Siegerpokal, der auch als Wanderpokal verstanden werden soll, bekamen die Gewinner zusätzlich Eintrittskarten für das Theater Alte Werkstatt.
Die durstigen Kehlen versorgte der Förderverein mit kühlen Getränken und stellte ebenfalls Knabbereien und Chips als Nervennahrung zur Verfügung. Wir danken allen Teilnehmern, die maßgeblich zu dem tollen Abend beigetragen haben.

 

Das Gewinnerteam Make Quiz great again.
Bild: Förderverein

 

 

 

Bild: Privat                                                                                                                                                                                                                  

 

Lesung mit Ingrid Noll am 14. Januar 2020

Aus Anlass des 25jährigen Bestehens des Fördervereins hatte die Stadtbücherei einen besonderen Gast eingeladen:

Ingrid Noll, eine der erfolgreichsten deutschen Kriminalschriftstellerinnen.

Seit 1991 ihr erstes Buch veröffentlicht wurde, hat sie im Zwei-Jahres-Rhythmus 15 Romane geschrieben, die in 25 Sprachen übersetzt wurden.

Im aktuellen Buch „Goldschatz“, aus dem sie vorlas, ist die Heldin und Ich-Erzählerin Trixi, eine Studentin, die zusammen mit anderen jungen Leuten eine „Gegenstrom“ WG im geerbten Haus gründen will. Der Fund wertvoller Goldmünzen im Sperrmüll scheint nur kurz die Lösung aller finanziellen Probleme zu sein.

Fast noch interessanter als die Lesung war die anschließende Gesprächsrunde, in der die 85jährige die zu erwartenden üblichen Fragen vorweg nahm und humorvoll und uneitel aus ihren Leben erzählte.

Ein typisch deutsches Frauenleben, Heirat, drei Kinder (in dreieinhalb Jahren, wie sie betonte), 25 Jahre lang Mithilfe in der Praxis des Ehemanns.

So weit, so unspektakulär. Ihr Leben ändert sich, nachdem die Kinder aus dem Haus sind, und sie mit über Fünfzig ihr erstes eigenes Zimmer bekommt. Es folgt die übliche Suche (Zitat: von Frauen im Klimakterium) nach Hobbies:  Spanischkurs – Chor – Aquarellmalen.

Dann beginnt sie, Geschichten für Kinder zu schreiben.

Erst als sie feststellt, dass sie besser „Böse für Erwachsene“ als „Lieb für Kinder“ kann, kommt der Erfolg. Sie schickt ihren ersten Roman „Der Hahn ist tot“ an den Diogenes-Verlag und er wird sofort angenommen.

Ihre Hauptpersonen sind immer weiblich und alle Altersstufen sind vertreten. Um diese Person herum entwickelt sich das Personal, gerne ein bisschen schräg und immer gibt es einen kleinen Mord, der darf nicht fehlen. Manche dieser Personen entziehen sich während des Schreibens ihrer Kontrolle und verselbständigen sich. Zur großen Freude der Anwesenden verriet sie, dass das nächste Buch trotz „Materialermüdung“ bereits in Arbeit ist.

Das zahlreiche Publikum bedankte sich mit sehr herzlichem Applaus für einen wunderbaren Abend. Und die Schreiberin dieser Zeilen war sicher nicht die Einzige, die mit dem Gedanken „So möchte ich auch mit 85 Jahren sein“ beglückt nach Hause fuhr.

 

Noch eine Information in eigener Sache: Am Samstag, 20. Juni 2020, wird der Förderverein von 11 – 13 Uhr mit Willi Brausch vom 1. Frankenthaler Männerchor 03/Dubbeglasbruder und Andreas Prodehl noch mal heftig pfälzisch sein 25jähriges Jubiläum in der Stadtbücherei feiern!!!

 

 

Bild: Privat