Aus diesem Anlass lud das Team der Stadtbücherei Frankenthal um Gabriele Kölling den Kabarettisten Christian „Chako“ Habekost und seine Frau Britta zu einem Leseabend am 15. März 2017 ein. Schon während der Proben zeichnete sich ab, dass das ein lustiger Abend werden würde.

Nach Grußworten von Frau Kölling und Bürgermeister Andreas Schwarz übernahm Chako, wie er sich liebevoll in der Pfalz nennt, das Zepter und zog alle Register seines Könnens. Die Lesung begann mit einem „Warmup“, bei dem er bereits eine Zugabe ankündigte. Außerdem ließ er das Publikum wissen, dass er auch ein Buch für Männer dabei habe – ein Hörbuch. Männer würden deutlich weniger lesen als Frauen, und manche Frauen lesen ihren Männern auch die Bücher vor. Schon hier gab es lautes Lachen der ca. 100 Besucher an diesem Abend. Kurz nach Beginn wurden die Autoren von dem Klicken der Kamera einer jungen Fotografin der hier ansässigen Tageszeitung „Die Rheinpfalz“ irritiert und Chako fragte, wie viele Bilder sie noch machen wolle. Als das Fotoshooting beendet war, legte das Ehepaar im wechselseitigen Dialog/Dialekt los. Damit man den zweiten Band versteht, zitierten die Habekosts geschickt und mit viel Körpersprache zunächst aus dem ersten Band Elwenfels, in dem es um den Hamburger Privatermittler Carlos geht, den es in das pfälzische, imaginäre Dorf Elwenfels verschlägt.
Die weiblichen und männlichen Figuren wurden im pfälzischen Dialekt, die restlichen Textzeilen in Hochdeutsch rezitiert. Es dauerte nicht lange, und beide hatten das Publikum in ihren Bann gezogen. Aufmerksam lauschten die Besucher der Lesung.
Danach folgte das angekündigte Kapitel aus dem zweiten Band „Elwenfels2 - Schorle für den Scharfschützen“. Darin geht es um einen brutalen Mord in Elwenfels, den der Detektiv Carlos, gerade aus Hamburg zurückgekehrt, versucht aufzuklären. Mehr soll nicht verraten werden. Während der Lesung war das Publikum so gespannt, dass man die berühmte Stecknadel fallen hörte.

In der versprochenen Zugabe gab es einen Ausflug in die mythologische und keltische Welt der Pfalz.

Die kulturelle „Gud Stubb“ Frankenthals, die Stadtbücherei, bescherte dem Publikum einen vergnüglichen und kurzweiligen Abend zum Jubiläum, der mit einem riesigen Applaus zu Ende ging. Die mitgebrachten Blumengeschenke werden fürs Aufhübschen der Leseterrasse verwendet.

Der Förderverein der Stadtbücherei sorgte wieder mal für die Getränke und bot Knabbersachen an, die gerne angenommen wurden.

Bild: Privat